Lexikon A-Z

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Anhydrit

Der Anhydritestrich (AE) oder Calciumsulfatestrich (CA) ist eine Estrichart und besteht aus Anhydritbinder, Gesteinskörnung (bis zu einer Korngröße von 8 mm) und Zugabewasser. Um die Verarbeitung zu verbessern, können entsprechende Zusätze enthalten sein. Der Anhydritestrich kann etwa zwei Tage nach dem Einbau begangen und frühestens nach fünf Tagen geringfügig belastet werden. Er darf keiner dauerhaften Feuchtigkeitsbelastung ausgesetzt werden, daher eignet sich dieser Estrich besonders für Trockenbereiche in einem Gebäude. Gegenüber Zementestrich besitzt der Anhydritestrich eine geringere Festigkeit und darf entsprechend weniger stark belastet werden.


Anschlussfuge

Anschlussfugen entstehen zwangsläufig, wenn zwei unterschiedliche Bauteile aneinandertreffen, und der gebildete Spalt geschlossen werden soll. Die bekanntesten Anschlussfugen findet man im Sanitärbereich, z. B. als Anschluss zwischen Duschwanne (auch Duschtasse), Badewanne oder Waschbecken zur Wand oder zum Fußboden. In den meisten Anschlussfugen kommen nur geringe Relativbewegungen vor, sodass auch Dichtstoffe mit geringerer Elastizität verwendet werden können.


Arbeitsfuge

Arbeitsfugen sind arbeitsbedingte Trennflächen zwischen Bauwerken oder Bauteilen. Sie entstehen beispielsweise im Betonbau beim Betonieren in mehreren, zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten. Das Betonieren in mehreren Abschnitten ist aufgrund des Bauablaufs oft unvermeidlich. Ziel ist es, einen möglichst guten Verbund zwischen den angrenzenden Betonierabschnitten herzustellen. Da in Arbeitsfugen die Bewehrung durchläuft, ist die traditionelle Abschalung mit Holz aufwändig. Heute wird hierzu meist Streckmetall verwendet. Im Hochbau kann der Schalaufwand an Betonierabschnitten durch Einsatz von Bewehrung als Rückbiegeanschluss stark reduziert werden. Bei Ingenieurbauwerken (z. B. dem Brückenbau) werden wegen der größeren Lasten Schraubanschlüsse verwendet, mit denen der Bewehrungsstahl über Arbeitsfugen hinweg verbunden wird. Eine dichte Arbeitsfuge ist besonders bei Konstruktionen wie der Weißen Wanne wichtig. Zur Abdichtung von Arbeitsfugen gegen Grundwasser werden Verpress- oder Quellfugendichtbänder verwendet. Beim Einsatz von Fertigkellern in Betonbauweise (Massivwand- oder beim sog. Doppelwand-Keller aus Beton-Fertigteilen) hat sich der Einsatz von außenliegenden, streifenförmigen Flächenabdichtungen aus Kunststoff bewährt, die mit dem Untergrund druckwasserdicht verklebt werden (s. auch Hohlkehlen).


Bewegungsfuge

Eine Bewegungsfuge, Dehnfuge, Dehnungsfuge oder Dilatationsfuge ist eine Fuge zur Unterbrechung von Bauteilen, um Spannungsrissen vorzubeugen. Diese Risse entstehen durch unterschiedliche Ausdehnungseigenschaften der verwendeten Werkstoffe (Wärmedehnung, Dehnung durch Feuchtigkeitaufnahme) oder lastbedingte Längenänderungen (sog. Kriechen). Zur Entstehung möglicher Spannungsrisse siehe auch Dilatation. Durch die Fuge werden die hieraus entstehenden Kräfte („Zwängungen“) vermieden, die zu Schäden an Bauteilen führen können.


Estrich

Als Estrich bezeichnet man den Aufbau des Fußbodens als Untergrund für Fußbodenbeläge. Estriche werden je nach entsprechender Art und Ausführung auch fertig nutzbarer Boden genannt. Das schweizerische Wort für Estrich ist Unterlagsboden, das Wort „Estrich“ bezeichnet dort den Dachboden. Eine Sonderform ist der sogenannte „Nutzestrich“ oder „Sichtestrich“. Dabei ist der Estrich gleichzeitig die „Nutzschicht“ ohne Oberbodenbelag.


Hohlkehle

Eine Hohlkehle ist die negative (konkave) Ausrundung einer Kante. Das Herstellen einer Hohlkehle nennt sich „abkehlen“ oder „auskehlen“. Die Hohlkehle wird häufig als Zierprofil verwendet. Auch Wassernasen werden häufig als Hohlkehle ausgeführt.


Schwindfuge

Als Schwindfuge bezeichnet man eine breite Fuge, die beim Betonieren zwischen Betonbauteilen offen gelassen wird. Erst nachdem der Schwindvorgang weitgehend abgeschlossen ist, wird die Fuge verfüllt. Da diese Vorgehensweise den Bauablauf erheblich behindert, kommt sie nur noch selten zur Ausführung.


Taupunkt

Der Taupunkt, auch die Taupunkttemperatur, ist diejenige Temperatur, die bei konstantem Druck unterschritten werden muss, damit sich Wasserdampf als Tau oder Nebel aus feuchter Luft abscheiden kann. Am Taupunkt beträgt die relative Luftfeuchtigkeit 100 % bzw. die Luft ist mit Wasserdampf gesättigt. Je mehr Wasserdampf die Luft enthält, desto höher liegt deren Taupunkttemperatur. Der Taupunkt kann daher zur Bestimmung der absoluten Luftfeuchtigkeit dienen.


Terrazzo

Terrazzo ist die Bezeichnung für einen bereits seit der Antike bekannten Bodenbelag, der durch das direkte Auftragen dekorativer, oft farbiger Zuschlagstoffe auf eine meist zementgebundene Estrich-Unterlage mit dieser eine Einheit bildet und im Anschluss an die Trocknung durch Schleifen und Polieren seine endgültige, glänzende Oberfläche erhält.


Unterlagsboden

Als Unterlagsboden bezeichnet man den Aufbau des Fußbodens als Untergrund für Fußbodenbeläge. Unterlagsböden werden je nach entsprechender Art und Ausführung auch fertig nutzbarer Boden genannt. Das deutsche Wort für Unterlagsboden ist Estrich. Eine Sonderform ist der sogenannte „Nutzestrich“ oder „Sichtestrich“. Dabei ist der Estrich gleichzeitig die „Nutzschicht“ ohne Oberbodenbelag.


W / Z Wert

Der Wasserzementwert bzw. der Wasserbindemittelwert ist ein Kennwert für Baustoffe mit hydraulischem Bindemittel. Der Wert beschreibt das Verhältnis zwischen der Masse des Anmachwassers und der Masse des Bindemittels einer verdichteten Mischung. Insbesondere in der Betonherstellung ist er von hoher Bedeutung. Ein zu hoher oder zu niedrigerer Wert verschlechtert die Eigenschaften eines Betons.


Zement

Zement ist ein anorganischer und nichtmetallischer Baustoff. Er ist feingemahlen und zählt daher zu den Schüttgütern. Aufgrund seiner Eigenschaften wird er in Zementwerken als Baustoff hergestellt und zum Anfertigen von Bauteilen und Bauwerken verwendet. Innerhalb der Baustoffe zählt Zement zu den Bindemitteln. Er erhärtet durch die chemische Reaktion mit Wasser und bleibt danach fest. Zur Herstellung von Baustoffen wie Mörtel und Beton werden dem Zement sogenanntes Zugabewasser (früher Anmachwasser) und andere Stoffe als Zuschlagstoffe beigemengt. Aufgrund der hohen Festigkeit und Dauerhaftigkeit von Beton ist Zement weltweit eines der wichtigsten Bindemittel.



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